5 Möglichkeiten, user-generierte Videos in einer Research Community oder einem Diary gewinnbringend einzusetzen

Der überwiegende Anteil der Inhalte, die in qualitativen Communities und Diaries generiert werden, ist heute textbasiert. Neben Fotos sind user-generierte Videos eine spannende Ergänzung. Sie erweitern den Kontext und eröffnen Zugang zu ungefilterten Insights. Außerdem können sie dabei hilfreich sein, Kundinnen und Kunden, Stakeholdern und Projektbeobachterinnen die Erkenntnisse aus einem online-qualitativen Projekt lebend und authentisch zu vermitteln. 

Dies sind fünf Möglichkeiten, wie Sie user-generierte Videos in einer Insight Community oder einem Research-Diary-Projekt gewinnbringend einsetzen:

1. Video-Einführung

Eine kurze Videoeinführung der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer macht das Projekt von Anfang an zu einer persönlicheren Erfahrung für das Moderationsteam – und in Communities auch für die Teilnehmerinnen und -teilnehmer selbst. Die Einführung kann dabei sowohl aus einem freien Vorstellungsvideo oder einem Set aus mehreren Videos bestehen, in denen die Teilnehmerinnen und -teilnehmer auf spezifische Fragestellungen antworten. Die erstellten Videos können im Projekt übersichtlich in einer virtuellen Videowall präsentiert werden, aus der die einzelnen Videos auch direkt angespielt werden können.

2. Video-Zwischenfazit und Video-Zusammenfassung

Teilnehmerinnen und -teilnehmer zu bitten, auf eine wichtige Fragestellung per Video zu antworten, ein Zwischenfazit oder eine Zusammenfassung ihrer Projektteilnahme als Video aufzunehmen, ist ein interessanter Perspektivwechsel. Eine Auswahl der Videos kann später als Zusammenschnitt in der Ergebnispräsentation verwendet werden, um die Erkenntnisse anschaulich zu vermitteln.

3. Asynchrones Video-Interview

In einem Projekt ist es auch möglich, den Teilnehmern einen strukturierten Fragenkatalog zur Verfügung zu stellen, den sie nacheinander mit kurzen Video-Statements beantworten. Community- und Diary-Projekte können ein asynchrones Videointerview enthalten oder sogar vollständig als Video-Interview ohne direkte Moderationsbeteiligung gestaltet sein. Vertiefungsfragen stellt das Moderationsteam dabei asynchron per Text.

4. Ethnografisches Video (In-home und am Point-of-interest)

User-generierte Videos sind ein leistungsstarkes digital-ethnografisches Tool mit niedrigen Einstiegsbarrieren. Die Teilnehmer können projekt-relevante Bereiche ihres Haushalts, Gärten, Balkone, Garagen und Einfahrten sehr einfach vorstellen. Gleiches gilt für die Demonstration von Routinen in Tagebuchprojekten. Bewährt haben sich Videaufgaben außerdem in ethnografischen Projekten, bei denen es um Lebensbereiche außerhalb von Wohnung und Grundstück geht, wie beispielsweise das um Dokumentationen zu Autos, Wohnmobilen, Booten, Motorrädern, LKW etc. – und das sowohl stationär wie unterwegs.

5. In-the-moment-Video (Customer Experience und User Experience)

Eine besondere Art der ethnografischen Aufgabe ist das In-the-moment-Video. Ob als Unboxing- und Installationsvideo oder als Bericht über Probleme und Hindernisse bei der Produktnutzung: In-the-moment-Videos verschaffen Forscher- und Beobachterteams sehr einfach einen direkten Zugang zu den Schlüsselmomenten der Alltagsnutzung von Produkten, Services und Apps. Zusätzlicher Vorteil: Die Teilnehmer müssen nicht beschreiben was passiert, sondern können Ereignisse demonstrieren – das ist besonders hilfreich, wenn es um die technische Performance von Produkten und Dienstleistungen geht.

Welcher innovative Einsatzmöglichkeit für user-generierte Videos Ihnen auch immer für das nächste Research Community- oder Tagebuch-Projekt vorschwebt:  Niedrige Einstiegsbarrieren und eine solide technische Performance sind kritische Erfolgsfaktoren für die Teilnehmerakzeptanz von Videoaufgaben. Wir haben die Videoaufzeichnung dafür bereits seit einigen Jahren vollständig in unsere Plattform integriert: Der Benutzer wird automatisch durch den Prozess der Aufnahme, der Überprüfung und des Hochladens des fertigen Videos in die Plattform geführt. Das Gerät, das der Teilnehmer verwendet, wird automatisch erkannt, der Ablauf entsprechend optimiert. Die Videoaufnahme ist endgeräte-unabhängig. Die Funktion wurde in vielen Ländern über alle Altersgruppen hinweg und mit einer Vielzahl von Zielgruppen erfolgreich eingesetzt. Sie ist breit akzeptiert und kann daher für den Einsatz in den allermeisten online-qualitativen Forschungsprojekt-Settings empfohlen werden.


von Zacharias de Groote

Managing Partner


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