5 Jahre Smartphone-App – zum Jubiläum fünf spannende Einsatzzwecke

Dieses Jahr feiert sie ihr fünfjähriges Jubiläum, unsere Smartphone-App.

In dieser Zeit hat sie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Alltag und ihrer Freizeit begleitet: LKW-Fahrerinnen und Fahrer auf Europäischen Rastplätzen, Scooter-Fahrer in Thailand, Besitzerinnen von Premium-Motorrädern in China und natürlich Nutzerinnen und Tester von Produkten – vom Smarthome-System über den Rasenmähroboter bis hin zur Innovation im Supermarktregal.

Entwickelt haben wir die App ursprünglich, um das Sammeln von Audio, Fotos und Videos in Projekten zu vereinfachen – vor allem unterwegs. Das ist auch heute noch ein wichtiger Einsatzzweck. Von der Straße hat sich die App dann mit der Zeit über den Garten bis in’s Haus und die Wohnung vorgearbeitet. 

Heute hat unsere Smartphone App viele spannende Einsatzzwecke. Nicht alle davon beruhen auf der ursprünglichen Idee für die App. Fünf davon sind aus unserer Sicht echte Highlights:

1. Aktivieren & Reaktivieren per Push Notification

Eigentlich ist es ja gar kein Kernfeature der App. Aber dass man über die Smartphone Diary App Push Notifications auf das Smartphone von Teilnehmerinnen und Teilnehmern senden kann, ist ein wirklich praktisches Feature. 

Die Möglichkeit, Projektteilnehmer jenseits von Aktivitäten und Themen mit einer persönlichen Nachricht über ihr Handy erreichen und diese schnell und effektiv (re-)aktivieren zu können, ist vor allem bei längeren online-qualitativen Projekten, bei Kundenforen und Mehrwellenstudien ein großer Vorteil. Wir beobachten in der Praxis bei der Kommunikation über die App immer wieder eine deutlich höhere Reaktionsgeschwindigkeit und Aktivierungsrate gegenüber der E-Mail.

Die Kontaktaufnahme per Push Notification kann dabei auch auf bestimmte Gruppen und Segmente eingegrenzt werden – bis hin zu einzelnen Probandinnen. Man kann so also auch spontan die Bereitschaft für die Teilnahme an einem Teilprojekt, einem Webcam-Interview oder einer Online-Fokusgruppe abfragen. 

2. Routine- und Dokumentations-Aufgaben auslagern

Großes Plus der Smartphone-App ist es, dass man ein Set von Themen und Aktivitäten aus einem Gesamtprojekt in die App auslagern kann. Diese Aufgaben erscheinen dann in der App, an anderen Projektthemen beteiligen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Web-Plattform. 

Wenn die Teilnehmer über mehrere Tage Routinen, Alltagssituationen oder Touch Points strukturiert dokumentieren sollen, ist so eine Auslagerung sehr hilfreich. Sie senkt Ausfüllbarrieren (die Aufgabe in der App ist auf dem Smartphone immer nur einen Klick entfernt) und Zugangsdaten müssen nicht jedesmal neu eingegeben werden.

3. Ertragreiche Themen-Safaris und Multimedia-Aufgaben

Eine Auslagerung von Themen und Aufgaben hat sich auch als sehr vorteilhaft für Aktivitäten erwiesen, bei denen man möchte, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst viel user-generierte Audio, Videos oder Fotos beisteuern. Beispiele dafür sind ethnografische Dokumentationsroutinen (Fahrzeug- oder Gartenfotos, tägliches Frühstück, Medien- & Werbungs-Touchpoints etc.), aber auch thematische Safaris – wie strukturiert dokumentierte Shop-Besuche, Einkaufserlebnisse, Produkt-Unboxings, Installationsprozesse usw.

Auch hier sind die niedrigen Nutzungsbarrieren der App ein großer Vorteil. Der Workflow für das Erstellen und Einstellen von Fotos, Videos und Audiodateien ist der Gleiche, wie er von WhatsApp und anderen sozialen Interaktionsplattformen bekannt und erlernt ist. Das senkt die Nutzungs- und Beteiligungsbarrieren – ein großer Vorteil gegenüber der Beteiligung per Web-App oder im Online-Diary. 

Die Auslagerung der Aufgabe in die App führt unserer Erfahrung nach zu einer höheren Beteiligung an solchen Themen und Aufgaben. Die App wird von Teilnehmerinnen und Teilnehmern häufig als besonderes Highlight ihrer Projektbeteiligung beschrieben. 

Digitale Ethnografie App

4. Echte Schlüsselmomente dokumentieren

Ein schöner Einsatzbereich der Smartphone-App ist die Dokumentation von Schlüsselmomenten – per Text, quantifiziert oder multimedial per Foto oder Video.  Neben einer Eingangs-, Zwischen-, und Abschlussbefragung erhalten die Teilnehmerinnen wiederkehrende Aufgaben, die sie immer dann ausfüllen, wenn ihnen im Alltag etwas zu einer Fragestellung auffällt (oder eine relevante Situation eintritt). 

In einem Projekt, in dem es um Praxiserfahrungen mit einem neuartigen Heizungssystem ging, hatten die Teilnehmer beispielsweise zwei Themenkategorien in ihrem Smartphone App Diary zur Auswahl: Einsatz-Problem und Nutzungs-Highlight. Hier waren Probleme in der Gerätebedienung und Fehler im täglichen Vorserieneinsatz der Anlagen gesucht, die Laien meist besser demonstrieren als beschreiben können. Daher sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in dem Moment, in dem ein Problem auftrat, ein Video von Gerät und dem Nutzungsproblem aufnehmen – und das in einem Dokumentationszeitraum von einem halben Jahr. 

Solche Themen und Aufgaben in Projekten, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen längeren Zeitraum in-the-moment dokumentieren sollen, sind per App unserer Erfahrung deutlich ertragreicher als die Online- oder Web-App-Diary-Alternative. 

5. Agiles mobile-first Feedback

Die Smartphone-App eignet sich besonders gut dafür, in einer Community oder einem Kundenforum über kleinere Aufgaben und Fragestellungen schnell und unkompliziert Feedback einzuholen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Push Notification,  kommen direkt zur Fragestellung und können diese unmittelbar in der App beantworten. Meist kann man innerhalb weniger Stunden mit ausreichendem Rücklauf auf die Fragestellung rechnen. Die Reaktionsgeschwindigkeit auf Rück- und Vertiefungsfragen ist häufig ebenfalls sehr hoch. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese spontanen Fragestellungen auch in längerfristigen Projekten mit längeren Pausen gut funktionieren können.

Solch eine agile Feedback-Community kann auch als reines Smartphone-App-Modell umgesetzt werden. Es eignet sich so beispielsweise hervorragend für User-Experience- oder Usability-Communities und kleinere qualitative Kunden- und Stakeholderzirkel für Leuchtturm-Projekte, Produktentwicklungsbegleitung, neue Apps oder andere digitale Services.

Für die digitale qualitative Forschung bietet die Smartphone-App unserer Meinung nach einen großen Mehrwert. Wir selbst sind große Fans der Lösung und freuen uns immer sehr, wenn sie in einem Projekt zum Einsatz kommt. In den nächsten fünf Jahren werden wir sicher weitere, spannende Einsatzzwecke für die App finden. Spätestens dann werden wir wieder hier berichten.


von Zacharias de Groote

Managing Partner


Aktuelles aus unserem Blog

Aktuelles aus unserem Blog

Bleiben Sie im Loop

Abonnieren Sie unseren E-Mail-Newsletter mit regelmäßigen Neuigkeiten zu Liveloop Lab – und zu allem, was sonst noch bei uns los ist.


    Ich bin damit einverstanden, dass die übermittelten Daten verwendet werden, um mich mit Unternehmensinformationen zu kontaktieren. Ich kann meine Einwilligung jederzeit widerrufen.
    Lesen Sie hier, wie.